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Hospiz und Palliativ

Ambulante Versorgung (AAPV/SAPV)

Im Rahmen der Hospiz- und Palliativversorgung wird zwischen allgemeiner und spezialisierter Versorgung unterschieden. Diese kann jeweils ambulant oder stationär erfolgen:

Die allgemeine Hospiz- und Palliativversorgung wird bei Sterbenden, bei denen keine schwerwiegende Symptomatik (Atemnot; Schmerzen) vorliegt von Hausärzten, Pflegediensten und Hospizdiensten  zu Hause oder im Pflegeheim oder im Krankenhaus außerhalb von Palliativstationen geleistet. 90% der sterbenden Menschen können von der allgemeinen Hospiz- und Palliativversorgung ausreichend betreut werden.

Die spezialisierte Hospiz- und Palliativversorgung ist für Menschen, die an einer Erkrankung mit schwerer Symptomatik leiden.

Im Bereich der allgemeinen ambulanten Versorgung gibt es sehr positive Beispiele der Zusammenarbeit von Hospizdiensten mit gemeindlichen Seelsorgenden. Andernorts ist diese Zusammenarbeit allerdings eher zufällig und situativ. Insbesondere für Menschen, die den Bezug zu ihrer Pfarrei verloren haben, ist es schwierig Ansprechpartner zu finden. Hier besteht Handlungs- und Vernetzungsbedarf.

Im ambulanten Bereich besteht seit 2007 für Menschen die mit schwerer Symptomatik zu Hause versorgt werden einen Rechtsanspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Dabei versorgt ein multiprofessionelles Team sterbende Menschen und ihre Angehörigen zu Hause oder im Pflegeheim, um unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Diese Teams sind rund um die Uhr erreichbar. Von 2012 bis 2014 wurde ein Projekt der DBK zur Mitarbeit von Seelsorge in Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung durchgeführt. Dabei erwies es sich als sinnvoll, hauptamtliche kirchliche Seelsorger/innen mit einem Stundenkontingent von 10-15 Stunden zur Mitarbeit in den Teams zu beauftragen. Neben der Begleitung von Patienten und Angehörigen und der Koordination seelsorglicher Anfragen in Zusammenarbeit mit Pfarrseelsorgenden gehörte auch das Einbringen der Dimension Religiosität/Spiritualität in den Teams und die Begleitung der Teammitglieder zu den Aufgaben. Die Seelsorgenden in den Teams begleiteten dabei nicht selten Patienten und Angehörige, die den Kontakt zur Pfarrei verloren hatten. In Bayern richtete auch die evangelische Landeskirche Projektstellen ein, so dass bereits in mehreren Teams in der Diözese Seelsorgende mitarbeiten. Eine Liste der Teams finden Sie ganz unten auf der Seite Vor Ort.