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Krankenpastoral

Ehrenamtliche

Eine wesentliche Aufgabe christlicher Seelsorge ist die Zuwendung zu den Kranken, gemäß dem Wort Jesu: „Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht“ (Matthäus 25,36). Christliche Gemeinden praktizieren von frühester Zeit an Seelsorge und Fürsorge für Menschen in Not durch praktische Lebenshilfe (Apostelgeschichte 4,32ff), Gebet und Salbung (Jakobus 5,14). Daraus ergibt sich der Auftrag der Kirche zur Seelsorge auch im Krankenhaus. Neben dem Team der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger ist eine größere Anzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Klinikseelsorge tätig. Die Beteiligung Ehrenamtlicher ist in vielen Krankenhäusern eine wichtige Voraussetzung für eine erfahrbare und kontinuierliche Präsenz der Seelsorge. Die persönliche Motivation der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereichert das Angebot der Seelsorge.

Diözesanes Konzept für die Beteiligung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der katholischen Krankenhausseelsorge

Aufgaben

Die Hauptaufgabe der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Seelsorgebesuche auf Station. Dabei geht es sowohl um Gespräche mit den Patienten und deren Angehörigen, als auch um Kontakt zum Stationspersonal, insbesondere zu den Pflegenden. Die Ehrenamtlichen verdeutlichen das Angebot der Krankenhausseelsorge auf den Stationen, sie feiern nach Bedarf die Krankenkommunion mit den Patienten und vermitteln die Spendung von Sakramenten, v.a. Krankensalbung und Beichte. Bei Bedarf vermitteln sie eine engmaschige Begleitung durch die Hauptamtlichen (z.B. in Sterbeprozessen). Im Interesse von Patienten und Angehörigen arbeiten Ehrenamtliche auch mit anderen Berufsgruppen des psychosozialen Arbeitsfeldes im Krankenhaus zusammen. Sie sind in regelmäßigem Austausch mit den Hauptamtlichen in allen inhaltlichen und konzeptionellen Fragen.

Ausbildung

Die Ausbildung und Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeit in der Klinikseelsorge ist getragen von dem Gedanken, dass die ganze Gemeinde aufgerufen ist, dem Auftrag Jesu zu folgen, die Kranken zu besuchen (Mt 10,8) und den Mitmenschen in der Krisenzeit der Krankheitserfahrung beizustehen. Wer Kranke besuchen und ihnen Gottes Zusage „Ich-Bin-Da“ zusprechen will, braucht die Fähigkeit, den Menschen in seiner je konkreten Situation wahrnehmen und ihm aufmerksam zuhören zu können. Wer sich auf diesen Dienst einlässt, muss sich selbst besser kennenlernen und sich der eigenen geistlichen Ressourcen bewusst werden, um sie nutzen zu können. Dazu bedarf es einer fundierten Ausbildung und kontinuierlichen Begleitung durch hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger. Dem dienen die Ausbildungskurse und Begleitgruppen für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Klinikseelsorge. Inhalt dieser Kurse ist es, etwas über menschliches Verhalten, über Kranksein und Gesundsein, über Gesprächsführung mit kranken Menschen und über die Aufgabe der Seelsorge zu lernen. Dabei ist wichtig, über die Beschäftigung mit den Inhalten sich selbst tiefer kennenzulernen und das eigene Leben besser zu verstehen. Das schließt die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben ein. Neben der Fähigkeit also, sich selber im Spiegel der anderen wahrzunehmen, ist eine differenzierte und reflektierte Einstellung zur eigenen Glaubensgeschichte und der von anderen Menschen konstitutiv. In der ersten Kurshälfte geschieht die Ausbildung hauptsächlich in der Kursgruppe. Dabei wird mit Elementen aus der Klinischen Seelsorgeausbildung gearbeitet. Neben das Gruppengespräch treten dabei theoretische Einführungen und praktische Übungen. In der zweiten Kurshälfte stehen Krankenbesuche und deren Reflexion im Mittelpunkt.

Beauftragung

Die Beauftragung zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der Krankenhausseelsorge geschieht in einem Gottesdienst. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Urkunde, die vom Fachbereich Krankenhausseelsorge erstellt und vom Fachbereichsleiter unterschrieben wird.

Begleitung

Alle Ehrenamtlichen, die in der Krankenhausseelsorge mitarbeiten, nehmen verbindlich an einer fortlaufenden Begleitgruppe teil, die von in der Regel zwei erfahrenen hauptamtlichen Klinikseelsorgern/-seelsorgerinnen geleitet wird. Die Gruppe trifft sich in der Regel einmal im Monat. Darüber hinaus gibt es ein einrichtungsübergreifendes Angebot kontinuierlicher Fortbildung für Ehrenamtliche (KoF), das aktuelle Themen und fachliche Inhalte der Seelsorge aufgreift.

Kontakt

Beauftragte für die Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen in der Klinik Seelsorge, in Zusammenarbeit mit dem KSA-Institut:

Irma Biechele
Leiterin Pastoralpsychologische Bildung, KSA
Landsberger Str. 39
80339 München
Tel. 089/540 74 1521
ksaeomucde

Hubert Gallenberger
Kreiskrankenhaus Trostberg
Siegerthöhe 1
83308 Trostberg
Tel. 08621/87-0
hubert.gallenbergerkreisklinik-trostbergde

Frau Biechele und Herr Gallenberger freuen sich, wenn Sie sich mit ihnen bei Fragen bezüglich der Beteiligung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verbindung setzen.