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Krankenpastoral

Fachgruppe Psychiatrie

 

Neben thematischen Schwerpunkten dient die Fachgruppe der Information und dem fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im Bereich der psychiatrischen Versorgung (ambulant wie stationär und tagklinisch) und der kollegialen Beratung.

Auch 40 Jahre nach dem Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland, Psychiatrie-Enquete 1975, ist die Umsetzung nicht abgeschlossen.

Die psychiatrische Krankenversorgung ist grundsätzlich ein Teil der allgemeinen Medizin. Demgemäß muss das System der psychiatrischen Versorgung in das bestehende System der allgemeinen Gesundheitsvorsorge und -fürsorge integriert werden. Dem seelisch Kranken muss prinzipiell mit dem gleichen Wege wie dem körperlich Kranken optimale Hilfe unter Anwendung aller Möglichkeiten ärztlichen, psychologischen und sozialen Wissens gewährleistet werden.

(Enquete)

Am Beispiel des kbo-Isar-Amper-Klinikums München-Ost (vormals „Bezirkskrankenhaus Haar“): die wohnortnahe Versorgung wird weiter ausgebaut, auf dem Gebiet des Klinikums Schwabing (Haus 77) besteht seit 2005 das ZAK (Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen und Krisen). Am 02.01.2012 wurden in der Leopoldstraße 175 in München-Schwabing zwei Tagkliniken eröffnet, die zum Klinikum München-Nord Schwabing mit sechs Stationen (Allgemeinpsychiatrie, Gerontopsychiatrie und Psychosomatik) gehören. Dieses Klinikum München-Nord Schwabing wurde Herbst 2013 auf dem Gelände des Klinikums Schwabing (Haus 7) eröffnet. Weitere Sektorkliniken in Fürstenfeldbruck, Pasing und einem weiteren Standort sind in Bau bzw. in Planung.

Die Erzdiözese hat dazu 2001 eine Seelsorgestelle eingerichtet für: seelsorgliche Angebote in den Sozialpsychiatrischen Diensten, Einzelgespräche, Kontakt zu Angehörigengruppen und den Psychiatrie-Erfahrenen, Ansprechpartner im kirchlichen Bereich zu Fragen der Seelsorge mit psychisch belasteten oder erkrankten Gemeindemitgliedern. Als Sachgebiet „Seelsorge für psychisch kranke Menschen“ ist die Stelle auch in der Fachgruppe vertreten und schlägt die Brücke vom klinischen in den ambulanten Bereich.

In Oberbayern sind 32 Sozialpsychiatrische Dienste (SpDi) ein zentraler Baustein in der psychiatrischen Versorgung. Die niederschwelligen Beratungsangebote für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, z. B. einer Depression, einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis oder einer Angststörung, stellen die wohnortnahe Versorgung sicher. In den SpDi können sich auch Angehörige beraten lassen. Die Beratung ist kostenlos.

Durch eine Vielzahl weiterer ambulanter psychiatrischer Angebote können Menschen mit einer seelischen Erkrankung in ihrem direkten Lebens- und Wohnumfeld  ärztliche,  sozialpsychiatri-sche und pflegerische Hilfen in Anspruch nehmen.

Der Selbsthilfebereich, z.B. Psychiatrie-Erfahrene und Angehörige, ist sehr gut organisiert und anerkannter und gefragter Ansprechpartner in offiziellen Gremien und bei Veranstaltungen.  

Seit 2008 gibt es das Münchner Bündnis gegen Depression, 2009 fand erstmals die Münchner Woche für seelische Gesundheit statt (10. Oktober Welttag), 2011 hat die Erzdiözese die Durchführung finanziell und räumlich unterstützt. (Eröffnungsveranstaltung in der Karmeliterkirche), zwei Mitglieder der Fachgruppe haben als Referent/in mit gearbeitet zum Thema: „Der Glaube im Alltag seelisch kranker Menschen“.

Jährlich finden fachspezifische Fortbildungen statt.

Links

www.erzbistum-muenchen.de/psychiatrieseelsorge
www.erzbistum-muenchen.de/behindertenseelsorge

Kontakt

PR Josef Germeier
kbo-Isar-Amper -Klinikum gGmbH, München-Ost
Ringstr. 16, 85540 Haar
Tel.: 089/4562-2212
josef.germeierkbode