Die Erzdiözese München und Freising lädt Sie in der Reihe der Diözesanen Ärztetage herzlich ein zum
12. Diözesanen Ärztetag am 21. September 2022
Thema: „Onlinesucht -Geht’s nur noch online?“

„Online“ ist seit der Corona-Pandemie noch weiter verbreitet und häufig der zentrale Verbindungsweg zwischen der eigenen Welt und der Welt der Kolleg:innen, Familie, Freunde und der großen weiten Welt, den Unbekannten. Unsere nächste Generation, die digital natives, kennen digitale Medien fast von den ersten Lebensjahren an und nutzen sie tagtäglich für mehr als nur Wissensaustausch, für soziale Beziehungen und den Austausch von (intimen) Gefühlen.
Diese Entwicklung birgt für unser Zusammenleben neben den positiven Aspekten auch Gefahren und Risiken, die man wissenschaftlich betrachten und erheben kann und deren Konsequenzen auch bereits in der Begleitung sichtbar und erlebbar sind. Wo also beginnt neben all der Faszination und Affinität die Sucht? Wo liegt die Grenze zwischen einem normalen Verhalten und der Sucht? Wie geht man am besten damit um?
Welche aktuellen Erkenntnisse gibt es aus medizinischer (Frau Dr. Pechler, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie), therapeutischer (Herr Reiter, Sozialpädagoge in einer Suchtambulanz der Caritas) und seelsorglicher Sicht (Herr Tress, Seelsorger in einer Suchtklinik und bistumsinterner Suchtbeauftragter) und welche Perspektiven können durch den Dialog miteinander eröffnet werden? Neben den Vorträgen gilt es miteinander in den Austausch zu dieser drängenden Frage zu kommen.
Zu diesem interdisziplinären Symposium am 21. September 2022, von 14.30 bis 17.30 Uhr laden wir Sie herzlich in den Karmelitersaal München (Karmeliterstr. 1, 80333 München) ein. Der Gottesdienst im Anschluss an das Symposium beginnt um 18:00 Uhr in St. Michael (Zelebrant: Msgr. Klaus Franzl).
Alle weiteren Informationen finden Sie im beiliegenden Faltblatt. Für die Veranstaltung sind bei der Bayerischen Landesärztekammer Fortbildungspunkte beantragt. Bitte melden Sie sich bis Freitag, 16. September 2022 online an unter www.erzbistum-muenchen.de/aerztetag-onlinesucht. Wir versenden keine Bestätigungen.
Wir freuen uns, Sie beim 12. Diözesanen Ärztetag begrüßen zu können!

Solidarisch mit der Ukraine

Solidarisch mit der Ukraine

Das Sheptytsky Krankenhaus in Lwiw (Lemberg) ist als katholische Klinik ein Knotenpunkt für medizinisch-humanitäre Hilfen in der vom Krieg gezeichneten Ukraine. Der Fachbereich Krankenhausseelsorge organisiert, unterstützt durch Freiwillige, Solidaritätsaktionen. Im April wurde ein Fahrzeug für den Transport von Hilfsgütern gestiftet. Sachspenden hat der Katholische Krankenhausverband Bayern vermittelt. Sie kamen u. a. aus den Kliniken Dritter Orden und Barmherzige Brüder München. Im Mai wurde eine Lieferung dringend benötigter Medikamente finanziell unterstützt. Durch namhafte Spenden aus den Münchener Pfarreien St. Ludwig und St. Joseph, aus der Klinik Josephinum sowie von der Erzdiözese konnten diese Projekte erst realisiert werden. Im Juli stellte der Direktor des Sheptytsky Krankenhauses die Arbeit vor Ort bei einer Begegnung mit Förderern in München vor. Dr. Lohin (vierter von links) berichtete vom Einsatz seiner Klinik bei Kranken- und Hilfstransporten im Land. Aktuell werden Spenden gesammelt für eine Baumaßnahme im Sheptytsky Krankenhaus: der Krankenaufzug im Haus muss erneuert werden. Vor allem für den laufenden OP-Betrieb ist diese neue Solidaritätsaktion aus St. Ludwig und St. Joseph von großer Bedeutung. Die Erzdiözese, Abteilung Weltkirche, beteiligt sich ebenfalls wieder an einer Investition in die Zukunft.

 

Einsatzgruppe Seelsorge für Menschen mit COVID-19 (EGrpS)

Die Erzdiözese München und Freising hat seit dem 16. April 2020 speziell ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger im Einsatz, um die Menschen zu begleiten und zu unterstützen, die am Coronavirus erkrankt sind oder in Quarantäne leben müssen und seelsorglichen Beistand wünschen.

Was sind die Aufgaben dieser Einsatzgruppe Seelsorge?
Begleitung von Patienten und Angehörigen, die an Covid-19-erkrankt sind oder in Quarantäne leben müssen.
Besuch und direkte Begegnung nach Wunsch.
Liturgische Feiern mit eigens entwickelten Riten für Krankenkommunion, Krankensalbung, Sterbesegen und Gebet am Totenbett.

Wie ist die Einsatzgruppe Seelsorge erreichbar?
Immer und zu jeder Zeit: 24/7 Rufbereitschaft durch eigens geschulte Personen.
Telefonnummer 0151/42402512 rund um die Uhr für Notfälle erreichbar.
Per E-Mail unter einsatzgruppeseelsorge@eomuc.de.

Wo wird die Einsatzgruppe Seelsorge tätig?
Überall – dies umfasst die Alten- und Pflegeheime wie auch alle Einrichtungen.
Überall – selbstverständlich auch zu Hause.
Überall – bei großen Krankenhäusern mit eigens qualifizierter Seelsorge übernimmt die Seelsorge des Krankenhauses diese Aufgabe.

Wer sind die Mitglieder dieser Einsatzgruppe?
Seelsorgerinnen und Seelsorger, die geweiht oder ausgesandt sind und speziell geschult wurden: GemeindereferentInnen, PastoralreferentInnen, Diakone und Priester.
Alle wurde in den Bereichen Hygiene und persönliche Schutzausrüstung (Einmalhandschuhe, Mundschutz (FFP2-Maske), flüssigkeitsdichte Schutzkittel und Schutzbrillen inklusive der hygienischen Händedesinfektion) geschult und gelten als Kontaktpersonen der Kategorie III.
Alle haben sich freiwillig gemeldet und wurden aufgrund ihrer persönlichen Eignung angenommen. Sie haben sowohl die Schulungen durchlaufen wie auch die Prüfung bestanden, so dass aktuell ca. 50 Seelsorgerinnen und Seelsorger einsatzbereit sind.

Wer kann die Einsatzgruppe Seelsorge anrufen?
Jede und jeder – Patienten, An- und Zugehörige, Familienmitglieder
Professionelle – Ärzte, Pflegende und Therapeuten
Jede und jeder – das Angebot gilt für alle unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit.

Wie ist die Einsatzgruppe Seelsorge erreichbar?
Immer und zu jeder Zeit: 24/7 Rufbereitschaft durch eigens geschulte Personen.
Telefonnummer 0151/42402512 rund um die Uhr für Notfälle erreichbar.
Per E-Mail unter einsatzgruppeseelsorge@eomuc.de.

Die Erzdiözese wird durch diese Einsatzgruppe Seelsorge Ihrer Verantwortung gerecht, erlebbar und präsent bei den am Coronavirus Erkrankten in dieser Notsituation zu sein und gleichzeitig die Seelsorgerinnen und Seelsorger wie auch alle, die mit Ihnen in Kontakt kommen können, bestmöglich zu schützen.

Leiter der Einsatzgruppe Seelsorge:
Dr. Thomas Hagen, Leiter der Hauptabteilung Lebensumstände und Lebenswelten des Erzbischöflichen Ordinariats München und Verantwortlicher für die Krankenpastoral
Stellvertretender Leiter der Einsatzgruppe Seelsorge:
Dr. Andreas Müller-Cyran, Leiter der Abteilung Krisenpastoral

Publikation der DBK: In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche.


Seelsorge geschieht in unterschiedlichen Situationen, an kirchlichen wie säkularen Orten. Sie kann sich an einzelne Personen
wenden oder einer ganzen Gruppe von Menschen gelten. Seelsorge wird inner- wie außerkirchlich hoch geschätzt; und gleich-
zeitig ist die kirchliche Seelsorge durch den sexuellen Missbrauch auch in eine Vertrauenskrise geraten. Seelsorge wird
durch Frauen und Männer, Priester und Laien, im Ehrenamt oder als Beruf ausgeübt, im Team oder auch durch Einzelne.
Seelsorge kann sich eher beiläufig oder sehr ausdrücklich vollziehen; ihre Methoden und Wege sind unendlich vielfältig. Seel-
sorge gehört so selbstverständlich ins Herz der Kirche, dass sie bislang kaum einer Erklärung bedurfte. Seelsorge ist zugleich
so ausdifferenziert und komplex, dass sie in kein System passt. Es gibt kein Urheberrecht auf den Begriff Seelsorge; er ist nicht
geschützt oder kirchliches Eigentum. Vor diesem Hintergrund fragen nicht zuletzt staatliche und gesellschaftliche Institutionen
nach unserem kirchlichen Verständnis von Seelsorge.

Publikation der DBK zur Begleitung von Sterbenden

Bleibt hier und wacht mit mir! (Mt 26,38). Palliative und seelsorgliche Begleitung von Sterbenden

DB-Kommission Nr. 51