Diözesaner Ärztetag
Der Diözesane Ärztetag soll in besonderer Weise den Dialog vertiefen, der in den Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen der Erzdiözese zwischen Ärzt:innen, Psycholog:innen, Pflegenden und Seelsorgenden im gemeinsamen Bemühen um die Patienten geführt wird.
16. Diözesaner Ärztetag am 23. September 2026 (Einladung)
Symposium zum Thema: Menschen mit Demenz begleiten aus ärztlicher, therapeutischer und seelsorglicher Sicht.
In Deutschland leben derzeit 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Die meisten von ihnen werden zu Hause versorgt. Hausärzt:innen sind für diese sowie für deren An- und Zugehörige die ersten Ansprechpartner: innen. Deshalb können sie die Betroffenen in Diagnose und Therapie begleiten und sie bzgl. therapeutischer Angebote beraten. Im Sinne des Total-Pain-Konzepts von Cicely Saunders sind von einer Demenz nicht ausschließlich die kognitiven Funktionen betroffen, sondern der Mensch in seiner Ganzheit mit seinen physischen, psychischen, sozialen und spirituell existenziellen Belangen. Deshalb wird an diesem Ärztetag neben der medizinischen und therapeutischen Sicht auch die spirituell-existenzielle beleuchtet, um Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörigen auch in der (haus-)ärztlichen Praxis ganzheitlich begegnen zu können.
Plakat
Der Diözesane Ärztetag findet jährlich im zeitlichen Umfeld des Festtags der Heiligen Cosmas und Damian (26. September) statt, zweier syrischer Ärzte. In St. Michael befindet sich der Schrein dieser Heiligen, der um etwa 1420 für die Aufbewahrung der Gebeine der Brüder angefertigt wurde und ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Goldschmiedekunst darstellt. Die beiden Zwillingsbrüder behandelten der Legende nach Kranke unentgeltlich und bekehrten auf diese Weise viele zum Christentum. Sie werden als Heilige verehrt.
Themen der letzten diözesanen Ärztetage
2025: “Wenn wer Liebes stirbt”, Umgang mit Sterben, Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen aus medizinischer, psychosozialer und seelsorglicher Sicht
2024: “Gerechte Gesundheitsversorgung, menschlich - wirtschaftlich”
2023: "Ich kann und will nicht mehr – bitte helfen Sie mir“. Der Wunsch nach Assistiertem Suizid als Herausforderung.
2022: „Onlinesucht -Geht’s nur noch online?“
2021: „Robotik und Autonomie – Chancen und Grenzen für eine gute Patientenversorgung“
2020: Entfallen wegen Pandemie
2019: "Bindung – eine sichere Basis in Krisen"
2018: "Diagnose Anhaltende Trauerstörung“
2017: "Suizidprävention - In Arztpraxis und Seelsorge"
2016: "Ars Moriendi - Haltungen und Herausforderungen in der Begleitung sterbender Menschen“
2015: „In guten wie in schweren Tagen“ – Kranksein und Sterben als Herausforderungen für die Partnerschaft
2014: "Burnout – ein Zeichen unserer Zeit?" Prozess vielschichtiger Erschöpfung – wahrnehmen, behandeln und begleiten
2013: „Wenn die Lebensbibliothek durcheinander gerät…“ Umgang mit dem Demenz-Syndrom
2012: „Lebensthemen bei krebskranken Menschen begegnen – behandeln – begleiten“
2011: „Botschaften der Kinder – Signale der Entwicklung. Medizinische, psychologische und spirituelle Aspekte der Bindung in den verschiedenen Entwicklungsphasen des Menschen“
2010: "Grenzsituationen"